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UNICEF- Junior- Botschafter 2008- Projekt

Auch im laufenden Jahr nehmen die Jugendlichen von Radio Rasant wieder am Junior- Botschafter Programm des deutschen UNICEF- Komittees teil. Das Thema in diesem Jahr lautet "Kinder und Wasser".

UNICEF- Junior- Botschafter 2007- Projekt

Im Rahmen der Teilnahme am Juniorbotschafter- Wettbewerb 2007 hat das Team von Radio Rasant sich diesmal dem Thema AIDS gewidmet. Anlässlich des Weltaidstages am 1. Dezember 2006 sowie an mehreren Wochenenden im Dezember wurde die zweistündige Radiosendung in verschiedenen Versionen weltweit ausgestrahlt. Diese Sendung wurde gestaltet von vielen Jugendlichen und Erwachsenen aus verschiedenen Ländern und Erdteilen.

 

Mit dieser Sendung wollten wir möglichst viele Menschen weltweit über die HIV bzw. AIDS- Situation informieren und verschiedene Initiativen und Kampagnen vorstellen, die die Ausbreitung von HIV bzw. AIDS eindämmen können.

 

Die Mitteilung über den Botschafter- Titel für das Jahr 2006 war für uns Anlass genug auch im Jahr 2007 wieder mitzumachen. Bereits im Juni 2006 entschlossen wir Mitglieder von Radio Rasant uns für die Teilnahme am diesjährigen UNICEF- Juniorbotschafter- Wettbewerb. Bei einem Gespräch mit Mitarbeitern in der Geschäftsstelle

Juniorbotschafter

des Arbeitskreises Sauerland beim Deutschen UNICEF- Komitee informierten wir uns über das diesjährige Schwerpunktthema bei UNICEF: AIDS. Wir entschlossen uns sofort dazu uns an dieser Kampagne zu beteiligen und eine aktuelle Radiosendung zu gestalten.

Sie sollte aber keine gewöhnliche Radiosendung werden. Auf der Suche nach Informationen kamen wir auf die Idee, dass Thema zunächst lokal zu behandeln, dann aber den Blickwinkel weltweit zu öffnen. Wir nannten unsere Sendung daher

 

 AIDS – ein weltweites Problem

 

Sogleich machten wir uns schlau über das Thema und suchten Interviewpartner zum Thema. Besonders schwierig erschien es uns zunächst Jugendliche aus den betroffenen, armen Regionen zu finden, die mit uns diese Sendung gemeinsam gestalten würden. Aber als wir ihnen vorschlugen, dass sie selbst uns einen Bericht aus ihrem eigenen Land zusenden sollten,

waren viele an einer Mitarbeit interessiert. Aber nicht nur das. Viele Betreuer der Jugendgruppen waren selbst Mitarbeiter in verschiedenen Hilfsorganisationen vor Ort. Diese Organisationen meldeten sich bei uns.

 

S5001888neu

Während wir hier in Sundern uns im August noch über die Gliederung der zwei Sendestunden Gedanken machten,

saßen die Jugendlichen in Burkina Faso, Kenia, Russland, Barbados, Ecuador und Norwegen bereits mit ihren Lehrern und Betreuern zusammen, informierten sich vor Ort über die Situation im eigenen Land, suchten nach Interviewpartnern und geeigneten, themenbezogenen Musikbeiträgen.

Ecuador1

 

Zur selben Zeit stellten uns die Hilfsorganisationen zahlreiches Material zusammen.

Die AIDS- Beratung des Hochsauerlandkreises stellte uns den Kontakt zu einer HIV- Patientin her, in deren vierköpfige Familie drei Personen das HIV- Virus tragen. Wir erhielten die Gelegenheit, diese Frau nach ihrer Lebenssituation zu befragen und nach den Problemen, mit denen sie und besonders ihre Kinder in unserer Gesellschaft konfrontiert werden.

 

Im September besuchten wir die in Meschede wohnende ehemalige Lehrerin Birgit Lempa. Sie leitet heute eine Krankenstation in Sanyang, Gambia. Einige wenige Wochen im Jahr ist sie in Deutschland. Sie gab uns ein ausführliches Interview über die Situation in Gambia und beschrieb uns die Lebensweise und die Probleme, die eine Ausbreitung von AIDS unterstützen. Zusätzlich gingen wir in die Fußgängerzone und befragten die Passanten nach ihrem letztlich doch teilweise sehr lückenhaften Wissen über den HIV- Virus und AIDS.

 

Ab Oktober 2006 kamen dann hier in Sundern die einzelnen Beiträge aus den verschiedenen Ländern an. Diese mussten jetzt für die deutsche Hörerschaft übersetzt und synchronisiert werden.

 

Nach der Sichtung des gesamten Materials entschlossen wir uns eine zweistündige Sendung zu gestalten. In der ersten Stunde berichteten wir aus dem Sauerland, ließen die Passanten und die HIV-  Patientin zu Wort kommen.

Dann wandten wir unseren Blick der Wiege von AIDS, dem afrikanischen Kontinent, zu. Nach dem Interview über die Arbeit in Gambia ging es weiter mit einem Situationsbericht von Plea Gaoussou aus Bamako im benachbarten Mali, Mitarbeiter von ENDA Third World.

 

Von hier aus ging unsere traurige Reise nach Burkina Faso, wo Jugendliche des privaten Collége Ramog Wende einen Bericht in Französisch verfasst hatten.

Armel_from_Burkina_Faso

Aus dem Westen Afrikas ging es dann nach Ostafrika, nach Nairobi. Hier berichteten Studenten der Methodist University Nairobi über die Situation von AIDS und entsprechende Kampagnen der Regierungen in Kenia, Uganda und Tansania.

 

Barbadosneu

Von hier aus „sprangen“ wir nach Mittelamerika, nach Barbados. „Kleines Land mit großem Herz“ nannten die Jugendlichen der Garrisson Secondary School aus St. Michael ihren Beitrag. Sie erzählten wie die Epidemie auf Barbados Fuß fasste und sich langsam ausbreitet. Sie untersuchten den Wert von Plakaten und Info- Materialien seitens der Regierung im eigenen Land und schauten mit Sorge auf die sportlichen Großereignisse im

Jahr 2007.

 

 

 

 

 

Von Barbados ging die Reise nach Südamerika, nach Machala, Ecuador. Hier saßen Jugendliche der Grundschule und der Sekundarstufe gemeinsam an einem Beitrag für Radio Rasant zusammen mit Mitarbeitern von UNICEF Ecuador.

Ecuador2

 

 

Sie berichteten ganz konkret über Kampagnen, wie in ihrem Land versucht wird auf staatlicher wie besonders privater Ebene die Ausbreitung von AIDS einzudämmen.

 

 

 

 

 

 

Von hier ging es weiter nach Russland und nach Norwegen, bevor die Reise letztlich wieder in Sundern endete.

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Wir haben alle Beiträge aus dem Französischen und Englischen ins Deutsche übersetzt und daraus die zweite Sendestunde gestaltet. Hier halfen insbesondere auch die älteren Mitglieder von Radio Rasant mit, die über einen guten Wortschatz in den Sprachen verfügen. Die oftmals themenbezogenen Musikbeiträge aus Deutschland, Russland, Barbados und Ecuador sind Kulturbotschaften in Sachen AIDS.

 

 

 

Am 23. November war dann ein Team von der LOGO!- Redaktion des ZDF bei uns um in einem Dreh- Marathon von 7 ½ Stunden unsere Arbeit zu dokumentieren. Im Rahmen einer Sondersendung zum Thema AIDS wurde diese Dokumentation am 10.12.2006, dem International Childrens Day of Broadcasting, zwischen 08.10 – 08.30 Uhr ausgestrahlt. Thema:

„ LOGO!- Kinder bewegen was“

 

 Der Kontakt zwischen LOGO! und uns kam auf Seiten des ZDF durch UNICEF zustande.

Für uns ging es anschließend in das Studio der Katholischen Medienwerkstatt Meschede, in dem wir unsere Sendungen dann fertig stellten, alles abmischten und die Textbeiträge der anderen Radiogruppen synchronisierten. Die fertige Radiosendung wurde am Vorabend des Weltaidstages, am 30. November, zwischen 19.00 Uhr und 21.00 Uhr erstmals lokal ausgestrahlt.

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Nach der ersten Ausstrahlung setzen wir uns wieder an den Schnittcomputer und er Schule und kürzten die Zweistundensendung auf eine Sendestunde ein. Denn sie wird jetzt für die internationale Ausstrahlung vorbereitet. Da viele unserer Hörer auch gut Englisch und Französisch können, haben wir die Synchronstimmen wieder herausgenommen und die Sendung dreisprachig erstellt. Damit haben dann auch die beteiligten Jugendlichen aus den verschiedenen Ländern die Gelegenheit unsere gemeinsame Sendung anzuhören.  Dabei

wird darauf geachtet, dass aufgrund der Zeitverschiebung alle Jugendgruppen die Sendung zu einer „humanen“ Zeit hören können. Die Sendungen sind zu den folgenden Zeiten zu hören:

Samstag, 23.12.2006

Sonntag, 30.12.2006

Montag, 08.01.2007

Dienstag, 09.01.2007

 

 

 

Mit diesen Ausstrahlungen endet dieses globale Projekt im Januar 2007 nach einer Laufzeit von rund 6 Monaten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rückblick:

 

Bei der Vorbereitung  unserer Radiosendung wurde uns eines schnell klar. Wir haben einen großen Stein ins Rollen gebracht:

  • Auf der Suche nach Jugend- und Schülergruppen, die mit uns eine Sendung über AIDS machten, fanden wir mit unserer Idee großen Zuspruch. Viele Jugendgruppen haben uns Material geschickt. Mehr, als wir verarbeiten konnten.
  • Hilfsorganisationen haben von unserem Vorhaben Wind bekommen. Auch sie schickten uns Berichte, Briefe und Materialien über die Situation in den Ländern.
  • Mit dieser internationalen Kooperative entstand im fernen Zlatoust, Russland, eine neue Arbeitsgruppe von Schülern und Lehrern, die fortan in ihrem Umfeld Informationen weitergeben werden zum Thema AIDS und AIDS- Prävention.
  • Das ZDF informierte beispielhaft über unser Projekt und über die Sendung.
  • Die Sendung wurde weltweit verbreitet, synchronisiert und unsynchronisiert.

 

 

Schließlich entstand ein Produkt, an dem viele, viele Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen beteiligt waren. Jugendliche aller Altersstufen: Grundschüler, Sekundarschüler und junge Studenten. Erwachsene und Jugendliche aus verschiedenen Erdteilen für Jugendliche und Erwachsene in den verschiedenen Erdteilen. Das Programm spiegelt in der Summe der einzelnen Beiträgen auch sehr viele Facetten wieder, die die Ausbreitung von AIDS begünstigen.

 

Wir haben gemeinsam Pate gestanden für andere Jugendliche und Erwachsene. Wir waren Modell für das von einigen Gruppen propagierte Staatenbündnis. Was hier im Kleinen funktioniert hat, kann auch im Großen funktionieren.

 

Wir haben zeigen wollen, dass sehr wohl auch wir in den Industrieländern unseren Blick in Richtung Afrika und in die anderen Entwicklungsländer richten und wir nicht wegschauen, wenn es um die existenziellen Belange in vielen Ländern der Erde geht. Wir haben aber gleichzeitig auch zeigen wollen, dass das Problem AIDS auch im eigenen Land, vor der eigenen Tür, ein ernstzunehmendes Problem darstellt.

 

Auch wir selbst mussten im Laufe der Arbeit unsere persönlichen Vorstellungen von HIV und AIDS ändern und ergänzen, unseren persönlichen Blickwinkel vergrößern, unsere Scheuklappen ablegen.

 

Das AIDS ein globales Problem ist – diese Junior- Botschaft wurde verstanden.

 

Das Bewusstsein gegen AIDS zu stärken – wir glauben, dass wir hier und in vielen Teilen der Welt dazu einen Beitrag geleistet haben. Wir, dass sind die beteiligten Jugendlichen aus den verschiednen Ländern Afrikas, Mittel- und Südamerikas und Europas.

 

Nachdem wir unsere Sendungen ausgestrahlt hatten, meldete sich bei uns der Pressedienst der Vereinten Nationen und der UNESCO. Wir sind jetzt Mitglied in diesem Netzwerk und erhalten auf der einen Seite Informationen aus aller Welt zu diesen Themenbereichen. Und wir können unsere eigenen Nachrichten über diesen Presseverteiler weltweit verbreiten.

Junior- Botschafter 2006

 

Seit dem 12. Juni 2006 sind die Mitglieder unserer Radio- AG zum dritten Mal und in Folge durch das deutsche UNICEF- Komitee zum UNICEF Junior- Botschafter ernannt worden.

Am 06.09.2006 fand die offizielle Urkundenverleihung für die Radio- Rasant Mitglieder in unserer Schule statt.

 

Wie wir zu der Ernennung ´´UNICEF- Junior Botschafter(innen)´´ gekommen sind?

 

Die Vorbereitungen dazu begannen bereits im letzten Jahr. Wir sprachen das Thema mit unserem Lehrer ab und meldeten dann das Thema „Straßenkinder“ beim deutschen UNICEF Komitee in Köln an.  Anders als in den letzten Jahren wollten wir uns aber Informationen aus erster Hand besorgen. Dazu suchten wir uns eine Patenschule, die wir in Lima/Peru fanden. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4 am Morgen am Instituto Superior Technologico Privado Cepea gingen für uns auf die Straße und interviewten die Straßenkinder in der Hauptstadt Perus. Sie schickten uns das Ton- und Bildmaterial per Datenaustausch zu.

Parallel dazu verkauften alle Mitglieder der AG an einem Samstag im März Waffeln vor einem großen Einkaufszentrum hier in Sundern. Dort informierten wir die Passanten über die Arbeit von UNICEF und sammelten zugleich Interviews dazu, was die Menschen hier über die Situation der Straßenkinder in Südamerika wissen.

Aus den aus Peru übersandten Tonträgern, den Interviews aus Sundern und weiteren Informationen von UNICEF über die Situation der Straßenkinder erstellten wir dann insgesamt zwei Radiosendungen: eine rein deutsche Sendung mit Übersetzungen der in spanischer Sprache übermittelten Berichte aus Peru und eine bilinguale deutsch- spanische Sendung. Beide Sendungen wurden zusammen insgesamt 5 Mal ausgestrahlt. 5 Stunden Informationen über die Situation der Straßenkinder in Südamerika am Beispiel Perus.

 

Das eingenommene Geld in Höhe von 366,66 Euro wurde an UNICEF überreicht und dann an Straßenkinder in Peru weitergeleitet.

 

Fotos zur Urkundenverleihung gibt es im Fotoalbum auf dieser Website.

 

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